Do
13
Jan
2011
Die Online-Partnersuche boomt - und deutsche Forscher möchten genauer herausfinden, wer sie eigentlich nutzt. Bereits seit geraumer Zeit untersuchen Experten der Universität Bamberg im Projekt “Prozesse der Partnerwahl bei Online-Kontaktbörsen” wie und von wem nach der großen Liebe gefahndet wird. Im “DMR-Magazin” des Beratungsunternehmens Detecon haben die Wissenschaftler nun Einblicke in ihre bisherigen Erkenntnisse gegeben.
Demnach sind alle Bevölkerungsschichten in Online-Kontaktbörsen präsent, was in der offenen Struktur des Mediums Internet begründet liegt. Allerdings sind einzelne Gruppen, beispielsweise bestimmte Altersklassen, unterschiedlich häufig vertreten. Der “typische Online-Dater” ist offenbar eher männlich, jünger und höher gebildet. Er lebt in einem Haushalt mit höherem Einkommen, der sich meist in einem städtischen Gebiet befindet. Häufig sind diese “typischen Online-Dater” an einer festen Partnerschaft interessiert und sie sind im Umgang mit dem Internet sehr kompetent. Darüber hinaus geben die Forscher an, dass verstärkt Frauen und Männer Kontaktbörsen im Web nutzen, die “entweder als weniger attraktive (Heirats-) Partner wahrgenommen werden oder im nicht-virtuellen Alltag wenige Gelegenheiten haben, einen passenden Partner kennen zu lernen”. Dabei würden insbesondere hoch und niedrig gebildete Frauen sowie niedrig gebildete Männer zu den Personenkreisen gehören, die bei der Partnersuche verstärkt auf das Online-Dating setzen.
Quelle: Gaby Schulemann-Maier/mp/ratschlag24.com